Abbildung aus dem Faksimile Buch «Die Kunst der reinen Form», Untersuchung von Dreiecksnetzen

Biographische Daten

zusammengestellt von Rudolf Koella

 

1902

in Winterthur geboren, Gymnasium

1920/21

Mathematikstudium in Zürich, Wechsel an die ETH Zürich, Architekturstudium, nebenbei Klavier- und Malunterricht, kunstgeschichtliche Vorlesungen

1922/1924

Studienreisen nach Italien

1925

Architekturdiplom ETH, Praxis in Architekturbüros in Aarau und Bern.Weiterhin Malunterricht beim Landschafter W.Lehmann, der lange verehrtes Vorbild bleibt.

1929/1935

Seelisberg. Landschaftsstudien in völliger Abgeschiedenheit. Stösst auf die Farbtheorie von Wilhelm Ostwald, die sein Schaffen revolutio- niert. Wendet sich der konkreten Malerei zu, ex-perimentiert mit geometrischen Formen, derenHarmoniegesetze er in einer «Farborgel» niederzulegen beginnt.

1934

Studienreise nach Spanien.Tief beeindrtucktdurch maurische Ornamentik der Alhambra. Ende 1935 Niederlassung auf Ibiza. Erste Beschäftigung mit dem «Farbwandelspiel»

1936

Spanischer Bürgerkrieg: H.H. geht deswegen zurück in die Schweiz. Schreibt an seiner theoretischen Arbeit «die Kunst der reinen Form» weiter. Tritt in Kontakt mit Grete Ostwald, der Tochter des Physikers Wilhelm Ostwald, mit derer bis zu deren Tod in Verbindung bleibt.

1938

stösst zu Max Bill und seinem Kreis, den Zürcher Konkreten, die in seinen Arbeiten verwandte Bestrebungen entdecken. Stellt mit diesen aus.

1939/1940

in den USA finden seine Werke und seine Ideedes Farbwandelspiels bei verschiedenen Institutionen und bei Walt Disney auf reges Interesse. Durch Kriegsereignisse und Tod des Pro-moters bleiben konkrete Ergebnisse aus.

1939

seine erste Frau (Mina Salm) stirbt im Kindbett. H.H. kehrt nach Ibiza zurück, das er nun kaum mehr verlässt. Schreibt an seiner Formen- und Farbenlehre weiter und geht in der Malerei 1945 zu grösseren Formaten über. Kontakte zur Schweiz bleiben erhalten. 1942 und 1947 stellt er mit der «Allianz», der Vereinigung moderner Schweizer Künstler, im Kunsthaus Zürich aus.

1953

Erwirbt eine Farm auf Ibiza, beschäftigt sich mehr als ein Jahrzehnt mit deren Wiederaufbau

1958

Herausgabe der Mappe «Hans Hinterreiter, Geometrische Schönheit» durch die Hostmann-Steinbergschen Farbenfabriken in Celle

1963

Zweite Heirat (Inge von Carlowitz). Wendet sich wieder vermehrt der Malerei und ihrer theoretischen Erfassung zu, wobei frühere Versuche überprüft und weiterentwickelt werden, insbe- sondere die Idee des Farbwandelspiels, das er mit neuen technischen Mitteln (Computer) zu lö-sen beabsichtigt. Zur Sicherung des Lebens- unterhaltes, entwirft er Ferienhäuser auf Ibiza.

1967

«A theory of form and color» mit einem Vorwort von Grete Ostwald, erscheint in Barcelona.

1973

findet im Kunstmuseum Winterthur die erste Museumsausstellung Hinterreiters statt. Die Kunst-welt wird auf ihn aufmerksam.

1977

Grössere Wanderausstellung zu seinem 75. Geburtstag, ausgehend von der Galerie Schégl in Zürich, durch verschiedene Galerien Europas

1978

erscheint in Zürich als Faksimiledruck das theoretische Werk «Die Kunst der reinen Form»

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